Projekt-52: 07 Typisch Mann – typisch Frau

Es ist vielleicht ein ungewöhnliches Foto für dieses Thema, aber ungewöhnlich könnte mein zweiter Vorname sein, also ist es wieder legitim. (^_^)


Das sind also die Hausschuhe vom Mann an meiner Seite und mir. Was das mit Typisch Mann/ Typisch Frau zu tun hat? … Das frage ich mich auch.

Also … ich finde den Vorschlag, dieses Thema umzusetzen, richtig gut. Das gibt uns allen die Möglichkeit, mal genauer nachzudenken. Gibt es etwas, was typisch Mann und typisch Frau ist? Oder sind das gesellschaftsbedinge Stereotypen, denen jedes Individuum sich auch entziehen könnte?

Zum Beispiel sagt man doch, Frauen können weder an Schuhen noch an Taschen vorbeigehen … also ich habe jedenfalls einen Büchertick. Schuhe kaufe ich dann, wenn ich welche brauche, wie hier. Und ich habe seit Jahren die gleiche langweilige Tasche … die es halt noch immer tut.

Männer sagt man nach, dass sie total fußballfanatisch wären. Also der Mann an meiner Seite schaut nicht wirklich Fußball. Vielleicht mal zur Weltmeisterschaft. Aber das war es dann auch. Im übrigen haben wir als Jugendliche zusammen auf dem Platz gekickt. Ich war noch nie normal … nie normal Frau. So ist das.

So in den fünfziger Jahren muss das alles ziemlich „einfach“ gewesen sein … zumindest nach dem zu beurteilen, was man den Herrschaften aus dieser Zeit erfährt. Frau steht hinter dem Herd, der Mann geht arbeiten … so ungefähr wie in dieser alten Werbung:

Was für ein Schock, wenn diese Leute heute andere Figuren sehen würden … so wie diese beiden:

Eri Kisaki – eine Karrierefrau. Und ihr „Nichtsnutz“ von einem Ehemann (^_~) Kogoro Mori, der lieber Sake trinkt, als sich entsprechend um Arbeit zu kümmern.

Ein Abschlussgedanke von mir wäre noch, dass nicht jede Frau gleich eine steile Karriere hinlegen muss, damit sie heute in der Gesellschaft anerkannt wird. Ich finde, jeder sollte darüber nachdenken, was man am liebsten (tun) möchte. Die einen wollen eine tolle Karriere machen, aber andere wollen vielleicht auch hinter dem Herd stehen und sich darüber freuen, wenn der Mann (oder die Frau :P) nach Hause kommt und der Tisch schon schön gedeckt ist.

Ich mag dieses Hineinpressen in eine bestimmte Rolle, ein Klischee nicht … Jeder sollte für sich das finden, womit er am besten klar kommt. Und alle anderen sollen das akzeptieren!
Amen. (^_^)v

441 Gedanken zu „Projekt-52: 07 Typisch Mann – typisch Frau

  1. „Jawohl, mit dem Gaumometer!“ Alte Werbungen sind schon sehe amüsant :D
    Und dankeschön ♥ Findest du? Ich finds immer komisch, mich in Videos zu hören. Aber trotzdem hat mir das Englische irgendwie besser gefallen ;)
    Ich kann auch nur „Amen“ dazu sagen. Besonders den letzten Absatz kann ich komplett unterstreichen. Ich mag auch keine Klischees :) Und ich finds auch total schwachsinnig, nur wegen „Gleichberechtigung“ und Frauenquote eine Frau einzustellen, obwohl vielleicht ein bestimmter Mann besser für den Job geeignet wäre. Das ist genauso dämlich, wie Frauen zu benachteiligen, weil sie Frauen sind.

    Liebe Grüße
    http://golden-mirrors.blogspot.com

  2. Und noch ein Kommentar (ich geh die immer der Reihe nach durch, deshalb sind sie immer so aufgeteilt).
    Ja, ich hab das Thema „Essstörungen“ für mein Spezialgebiet in Psychologie. Bei uns ist das so, dass man sich für die mündliche Matura (drei oder vier verschiedene Fächer) einen Themenbereich aussucht und da dann ca. 15 Seiten drüber schreiben muss. Und der Inhalt davon ist zusätzlich zum Oberstufenkernstoff Teil der mündlichen Prüfung. Ich hab Englisch, Deutsch, Italienisch und eben Psycho ;)

  3. Ein wirklich toller Beitrag und passt gerade total da ich mich an der Uni bald mit gender studies beschäftige :) Ich sehe das genauso. Jeder sollte so leben wie es ihm gefällt und er es sich vorstellt und sich nicht in Rollenklischees der Gesellschaft hineinstecken lassen. Bei mir sind auch immer alle ganz erschrocken, dass ich (als Frau!!) nicht gerne Schuhe einkaufe. Tja, so ist das :)

  4. Irgendwie ist das „typisch Mann/Frau-Gehabe“ schon stark von Stereotypen durchzogen und entspricht oftmals nicht der Realität. Wobei es natürlich schon einige typische Dinge gibt, die immer wieder vorkommen ;-)

  5. Da kann ich dir nur zustimmen. Gleichberechtigung schön und gut, aber letztendlich sollte man es den Frauen und den Männern selbst überlassen, wie sie ihren Weg gestalten wollen. Zuviele werden einfach in eine bestimmte Rolle gezwungen, weil sie einen gewissen Erwartungsdruck in sich verspüren, das fand ich schon immer schade.

    Ich war auch nie typisch Weib. Als Kind war ich ein Tomboy, trug gern Jungensachen und hab mit Legos und Dinos gespielt. In meinen Teenie-Jahren haben Klamotten mich nie interessiert, ich musste erst von meiner Mutter daran erinnert werden, was „Neues“ für den Sommer und Winter zu kaufen. Und… und…

    Schönes Foto aber. ^_^

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